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Wieso essen Christen Schweinefleisch?

 
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Trikz
Kindergarten


Anmeldungsdatum: 13.03.2006
Beiträge: 2
Wohnort: Salzgitter

BeitragVerfasst am: 13.04 2006 21:31    Titel: Wieso essen Christen Schweinefleisch? Antworten mit Zitat

Hi allen! Friede sei mit euch!

Ich weiß, dass in der Bibel geschrieben steht, dass Gott dem Menschen verboten hat Schweinefleisch zu essen.
Und Christen glauben an die Bibel.
Wieso essen Christen dann Schweinefleisch?
_________________
Gott über alles
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marion
Site Admin


Anmeldungsdatum: 15.02.2003
Beiträge: 1725

BeitragVerfasst am: 13.04 2006 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Trikz, ich wünsche dir Frieden
Das ist eine gute Fragen, wahrscheinlich weil die Römer schon immer Schweine gegessen haben. Wenn ich Schwein in die Suchmaschine der Lutherbibel eingebe, so find ich keinen Hinweis, dass es eine echte Erlaubnis gibt.

Wahrscheinlich beziehen sie sich auf das neue Testament
Aus dem neuen Testament, Matthäus 15

Von Reinheit und Unreinheit
Zitat:
1 Da kamen zu Jesus Pharisäer und Schriftgelehrte aus Jerusalem und sprachen: 2 Warum übertreten deine Jünger die Satzungen der Ältesten? Denn sie waschen ihre Hände nicht, wenn sie Brot essen. 3 Er antwortete und sprach zu ihnen: Warum übertretet denn ihr Gottes Gebot um eurer Satzungen willen? 4 Denn Gott hat geboten (2.Mose 20,12; 21,17): »Du sollst Vater und Mutter ehren; wer aber Vater und Mutter flucht, der soll des Todes sterben.« 5 Aber ihr lehrt: Wer zu Vater oder Mutter sagt: Eine Opfergabe soll sein, was dir von mir zusteht, 6 der braucht seinen Vater nicht zu ehren. Damit habt ihr Gottes Gebot aufgehoben um eurer Satzungen willen. 7 Ihr Heuchler, wie fein hat Jesaja von euch geweissagt und gesprochen (Jesaja 29,13): 8 »Dies Volk ehrt mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir; 9 vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts als Menschengebote sind.« 10 Und er rief das Volk zu sich und sprach zu ihnen: Hört zu und begreift's: 11 Was zum Mund hineingeht, das macht den Menschen nicht unrein; sondern was aus dem Mund herauskommt, das macht den Menschen unrein.12 Da traten seine Jünger zu ihm und fragten: Weißt du auch, dass die Pharisäer an dem Wort Anstoß nahmen, als sie es hörten? 13 Aber er antwortete und sprach: Alle Pflanzen, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat, die werden ausgerissen. 14 Lasst sie, sie sind blinde Blindenführer! Wenn aber ein Blinder den andern führt, so fallen sie beide in die Grube. 15 Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Deute uns dies Gleichnis! 16 Und Jesus sprach zu ihnen: Seid denn auch ihr noch immer unverständig? 17 Merkt ihr nicht, dass alles, was zum Mund hineingeht, das geht in den Bauch und wird danach in die Grube ausgeleert? 18 Was aber aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das macht den Menschen unrein. 19 Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, Lästerung. 20 Das sind die Dinge, die den Menschen unrein machen. Aber mit ungewaschenen Händen essen macht den Menschen nicht unrein.


Okay hier geht es um die schmutzigen Hände, aber so genau lesen die Meisten wohl nicht. Embarassed

Alles Liebe und sicher weiß Matthias mehr als ich Laughing
Peace
Marion
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Psalm 95:6
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gozoc
Imam


Anmeldungsdatum: 31.05.2004
Beiträge: 549

BeitragVerfasst am: 13.04 2006 22:51    Titel: Re: Wieso essen Christen Schweinefleisch? Antworten mit Zitat

Trikz hat Folgendes geschrieben:
Hi allen! Friede sei mit euch!

Ich weiß, dass in der Bibel geschrieben steht, dass Gott dem Menschen verboten hat Schweinefleisch zu essen.
Und Christen glauben an die Bibel.
Wieso essen Christen dann Schweinefleisch?

Nun ... ich gehe an die Antwort dieser Frage genauso naiv dran, wie an die Frage selbst, und stelle eine Gegenfrage:

Wieso nehmen viele Muslime Drogen (echte Drogen, nicht Zigaretten) zu sich, oder ermorden Verwandte ??

Überdenke Deine Antwort und anschliessend nochmal Deine Frage ...
Dann wirst Du eine Antwort auf Deine eigene Frage finden Wink

Diese Diskussionen gab es aber schonmal und sind mit der Suche ganz einfach zu finden, z.B. HIER
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mathias
Ober-Mufti


Anmeldungsdatum: 25.07.2003
Beiträge: 749

BeitragVerfasst am: 14.04 2006 00:23    Titel: Antworten mit Zitat

Frieden miteinander!

Du hast eine gute Stelle angegeben, Marion! Es ging Jesus um die Reinheit der Seele und wenig um die Reinheit des Körpers. Wenn nur die äußerlichen Gebote gehalten werden, ohne dass die Seele und das Herz geläutert werden, ist es sinnlos. Es steht mehrfach in der Bibel, dass Jesus das Verborgene richten wird. Er wird kaum das richten, was wir sagen oder tun, sondern das, was wir innerlich gegenüber anderen Menschen tun. Jede Sünde gegenüber einem Menschen ist eine Beleidigung Gottes. Jedesmal, wenn die Liebe gegenüber einem Menschen nicht so ist, wie Gott sie hat, entfernt sich ein Mensch von Gott und macht sein Herz unrein.
Das, was Jesus dort sagt, ist überwiegend noch als "Jüdischer Prophet" gesprochen. Er befindet sich noch innerhalb der jüdischen Religion und bestätigt diese. (Gläubige) Christen dagegen sind durch Jesu Tod & Auferstehung in die Gemeinschaft mit Gott gerückt worden, die ihr Inneres reinigt, weil Gott alles reinigt, was unter seinen Willen gestellt wird. Wer in der Gemeinschaft mit Gott ist, gibt Gott Macht über sich selbst. Gott räumt mit seiner Macht alles Unedle, Unreine, Unvollkommene, ... raus und macht den Menschen zu einem gerechten Menschen. Wenn Gott das macht und schafft, dann braucht der Mensch keine Gebote mehr, denn Gott regiert ihn ja. Wo Gott einen Menschen regiert, wird der Mensch automatisch das tun, was Gottes Wille ist.

Paulus sagt:
"ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.
12Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangennehmen. 13Die Speise dem Bauch und der Bauch der Speise; aber Gott wird das eine wie das andere zunichte machen. Der Leib aber nicht der Hurerei, sondern dem Herrn, und der Herr dem Leibe."

--> Ein Christ darf alles essen, weil der Körper vergänglich ist. Manches ist gesund, manches nicht - doch die Wahl darüber steht jedem frei.
--> Es gibt keine Verbote, aber manches schadet.
--> Nichts "darf mich gefangennehmen", d. h. nichts darf den Menschen beherrschen (siehe Computersucht, x-Sucht, Begierden ...)
--> Der Leib ungeteilt dem Herrn. Wir haben die Freiheit, ohne Gebote zu leben. Doch wir sollen unseren Körper Gott ganz und gar hingeben:

"wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und daß ihr nicht euch selbst gehört? 20Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe."

--> Wir sind ein Tempel Gottes
--> Wir gehören nicht uns selbst, sondern Gott
--> wir sollen Gott mit unserm Leib preisen

Wir haben die Freiheit, alles zu essen. Aber wir sollen nicht "dem Fleisch Raum geben" und uns von der Lust regieren lassen. Vielmehr haben wir die Freiheit, auf verschiedene Weisen Gott zu preisen. Jeder auf seine Weise.

Schließlich gibt es noch das Argument: "Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. war ein schwacher Mensch wie wir; und er betete ein Gebet, daß es nicht regnen sollte, und es regnete nicht auf Erden drei Jahre und sechs Monate. 18Und er betete abermals, und der Himmel gab den Regen, und die Erde brachte ihre Frucht." (Jakobus 5,16 ff.)
Wenn nun einer betet, ernstlich betet, so kann er auch ein Stück Schweinefleisch zu etwas Edlem verwandeln. Es bedarf allerdings eines starken Glaubens. So wie Elia betete, dass es nicht regnete und an die Erfüllung des Gebets glaubte, so mögen auch Christen beten, dass Schweinefleisch ihnen nicht schade - und mit einem starken Glauben wird das auch wirken.
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marion
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Anmeldungsdatum: 15.02.2003
Beiträge: 1725

BeitragVerfasst am: 14.04 2006 11:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo alle zusammen, ich wünsche uns Frieden Cool


@Mathias
Im Großen und Ganzen geb ich dir recht.
Ich möchte aber zu bedenken geben, dass Jesus als Jude niemals Schweinefleisch gegessen hat, dies ist auch nirgendwo beschrieben. Wir Menschen wissen ja gar nicht WARUM genau das Schwein verboten ist. Was ist wenn es wirklich Kanabalismums gleichkommt von diesem Tier zu essen weil es uns so ähnlich ?
Ich sehe das Verbot der Juden durch Jesus nicht aufgehoben und kann auch ohne Schwein ganz gut leben. Ich versuch im Allgemeinen so wenig Fleisch wie möglich zu essen, ich seh es als besonderes Geschenk an. Und besondere Geschenke gibt es halt nicht jeden Tag Laughing

Peace
Marion
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mathias
Ober-Mufti


Anmeldungsdatum: 25.07.2003
Beiträge: 749

BeitragVerfasst am: 14.04 2006 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marion!

Ja, Jesus hat vermutlich niemals Schweinefleisch gegessen. Von ihm sind die Essensgewohnheiten zwar nicht gut überliefert, aber als Jude muss Schweinefleisch für ihn tabu gewesen sein. Die Evangelien berichten davon, dass er Brot und Fisch aß. Mehr habe ich im Moment nicht in Erinnerung. Das heißt aber nicht, dass er kein Gemüse aß oder kein Lammfleisch. Bei der Hochzeit in Kana wurde sicher gut gegessen - auch Fleisch.
Zitat:
Wir Menschen wissen ja gar nicht WARUM genau das Schwein verboten ist.


Nein, wir wissen es nicht. Die Bibel nennt nur Kennzeichen, um ein reines vom unreinen Tier zu unterscheiden. Es gibt zwei Stellen, die über reine und unreine Tiere sind. 3. Mose 11 und 5. Mose 14.
"Alles, was gespaltene Klauen hat, ganz durchgespalten, und wiederkäut unter den Tieren, das dürft ihr essen." (3. Mose 11,3)
"Jedes Tier, das gespaltene Klauen hat, ganz durchgespalten, und das wiederkäut, dürft ihr essen" (5. Mose 14,6)
"von dem, was im Wasser lebt: alles, was Flossen und Schuppen hat im Wasser, im Meer und in den Bächen, dürft ihr essen" (3. Mose 11,9)
Verboten sind: "das Kamel, den Hasen und den Klippdachs"
Hier ist zu beachten, dass im Hebräischen ein Wort steht, welches man fälschlich mit "Hase" übersetzt hat. Es ist also kein Hase, der hier verboten ist, sondern ein anderes Tier.
Verboten ist auch: Schwein, Adler, der Habicht, der Fischaar, 13der Taucher, die Weihe, der Geier mit seinen Arten 14und alle Raben mit ihren Arten, 15der Strauß, die Nachteule, der Kuckuck, der Sperber mit seinen Arten, 16das Käuzchen, der Uhu, die Fledermaus, 17die Rohrdommel, der Storch, der Schwan, 18der Reiher, der Häher mit seinen Arten, der Wiedehopf, die Schwalbe
3. Mose 11,9 verbietet das Essen u. a. von Tintenfischen und Krabben.

Das alles ist verboten. Warum? Da wird Gott seinen Grund gehabt haben. Allerdings denke ich, dass Krabben nicht unbedingt ungesund sind.
Schließlich gibt es noch das Gebot, dass es den Juden schwer und kompliziert macht, koscheres Essen zu bereiten: "Du sollst das Böcklein nicht kochen in der Milch seiner Mutter" (5. Mose 14,21)
Daraus folgt: Ess keine Pizza mit Käse und Wurst, ess kein Brot mit Butter und Wurst, ess Fleisch- und Milchprodukte nicht gleichzeitig, nimm unterschiedliches Besteck für Fleisch- und Milchgerichte, damit es sich nicht vermischt.

Zitat:
Ich sehe das Verbot der Juden durch Jesus nicht aufgehoben und kann auch ohne Schwein ganz gut leben.


Das Judentum hat Jesus nicht verändert. Durch die Erlösung ist den Christen die Last des ganzen Gesetzes genommen worden, und sie haben die Freiheit, selbst über sich zu entscheiden. Sie sollen das Licht suchen und damit leben. Das wird jedem individuell zeigen, was gut ist. Wenn Christen Jesus erleben, erlebt jeder den gleichen Jesus, denn es gibt nur einen. Deshalb kann Jesus seine Herde zusammen halten und gut führen.
Ich denke schon, dass Jesus mir auch jetzt empfiehlt, auf Schweinefleisch zu verzichten. Aber es ist kein Muss. Wenn es kommt, dass ich etwas esse, dann soll ich wenigstens darüber beten, dass es so wirkt, als ob es Speise aus Seinem Reich wäre. Glaube kann Berge versetzen.

Zitat:
Ich versuch im Allgemeinen so wenig Fleisch wie möglich zu essen, ich seh es als besonderes Geschenk an. Und besondere Geschenke gibt es halt nicht jeden Tag


Das ist edel! Eine Verbeugung vor dem gestorbenen Tier kann sicher nicht schaden. Wenn es keine Metzger gäbe, würde ich wohl ohne Fleisch leben. Denn ich persönlich kann ein Tier nicht töten, das so glücklich vor mir am leben ist. Wenn es andere tun, ohne dass ich zu sehr darein involviert bin, ist es in Ordnung. Es ist mehr eine Gewissensfrage als eine Frage der Ratio.
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qest
Scheich


Anmeldungsdatum: 07.09.2005
Beiträge: 298
Wohnort: Bielefeld

BeitragVerfasst am: 17.04 2006 22:26    Titel: Antworten mit Zitat

Friede sei mit dir mathias,

Dein Zitat:
"Wir Menschen wissen ja gar nicht WARUM genau das Schwein verboten ist."


Der Koran beantwortet deine Frage, jedoch sind es die Menschen die nicht daran glauben mögen und sich dem Diesseits hingeben.

Siehe diesen Vers (Koran Kapitel 5 Vers 60)
>Sprich: "Soll ich euch über die belehren, deren Lohn bei Allah noch schlimmer ist als das? die Allah verflucht hat und denen Er zürnt und aus denen Er Affen und Schweine gemacht hat und die den Bösen anbeten. Diese sind in einer noch schlimmeren Lage und noch weiter irregegangen vom rechten Weg."<

Doch ich denke mal du glaubst diesem Vers nicht. Naja, was soll ich als einzelner Moslem dazu sagen?!

Der Vers erklärt im Grunde alles warum der Affe dem Menschen sehr ähnelt (Gen), außerdem wissen wir das Schweine Organe an Menschen transplantiert werden können.

Sind das alles Zufälle Mathias??
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gozoc
Imam


Anmeldungsdatum: 31.05.2004
Beiträge: 549

BeitragVerfasst am: 18.04 2006 09:54    Titel: Antworten mit Zitat

Verflixt ... arabisch müsste man können. Ich kanns leider nicht, aber es gibt immer Interpretationsspielraum.
Azhar übersetzt 5:60 so:
Zitat:
Sprich: "Soll ich euch sagen, wer sich die schlimmste Strafe Gottes zuzieht? Das sind die Menschen aus euren Reihen, die Gott verflucht hat und auf die Er zornig ist, deren Herzen Er so verschloß, daß sie Affen und Schweinen ähneln und dem Teufel dienen. Diese sind auf der tiefsten Stufe, sind sie doch am weitesten vom geraden Weg abgeirrt."

Auch das Wort Götzendiener kommt häufig noch in dem Zusammenhang vor. (als Hinweis auf at-taaghuut)

Nun tritt die Frage auf, wie die Worte Affen und Schweine gemeint sind. Sind es die Tiere selbst, oder Menschen, die sich wie solche Verhalten oder einfach eine Metapher ... ich denke im Koran stecken viele Metaphern ...
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mathias
Ober-Mufti


Anmeldungsdatum: 25.07.2003
Beiträge: 749

BeitragVerfasst am: 18.04 2006 12:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ich steige hier aus. Es war schön, mit euch zu diskutieren. Aber ich sehe langsam ein, dass mich die Diskussionsweise mancher Moslems zu einem negativen Islam-Bild verführt. Ich wollte dies nicht, aber es gibt viele Dinge, die so laufen, wie man es nicht mag. Jeder Moslem repräsentiert seine Religion und Mohammed. Wenn er das so tut, dass Menschen beides verwerfen müssen, dann tut es mir leid. Aber es ist zum größten Teil so geschehen. Es gibt dann ein gutes Zusammenspiel zwischen Radikalen hier und Radikalen da draußen. Gerade die Verlogenheit mancher islamischer Gelehrter, die nach vorne "Toleranz" predigen und nach hinten allen Ungläubigen den Tod wünschen, passt gut da mit hinein. Hier gab es auch welche, die die Todesstrafe bei Aposthasie befürworten. Das ist ein unermessliches Unrecht und eine unermessliche Beleidigung Gottes. Dann diese Haltung, alle Ungläubigen am liebsten wie Menschen zweiter Klasse behandeln zu wollen, aber für sich immer das beste Recht einfordern zu wollen.
Mein Islam-Bild war früher viel besser. Da gab es auch noch ein paar mehr Toleranz-fähige Moslems hier.
Eigentlich ist der Islam eine Religion Abrahams, die sich mit Recht auf ihn beruft und viel Gutes von ihm übernimmt. Aber was viele Menschen daraus machen, ist einfach nur Evil or Very Mad

Es ist richtig, dass Schweinefleisch ungesund ist.
Aber das Unrecht, dass viele Moslems vertreten (Todesstrafe auf Aposthasie, ...), macht sie so viel unreiner als man es durch Schweinefleisch je werden könnte. Denn der Mensch ist ABBILD GOTTES!!! Wie kann man den Tod eines Bildes GOTTes fordern? Das ist Gotteslästerung! Eine größere Sünde als die Tötung eines Menschen gibt es nicht. Wer etwas anderes behauptet, gehört nicht Gott an. Damit wird Gottes Ansehen geschändet.
Moslems verzichten auf Schweinefleisch, aber Jesus gebietet Liebe für jeden Menschen ohne Bedingung, ohne Begrenzung und ohne Ansehen der Person oder des Glaubens. So wie Gott auf alle Menschen die Sonne scheinen lässt und regnen lässt, so sei auch die Mitmenschlichkeit seiner Anhänger.

Ich sage euch: Lieber einen Atheisten, der nach Gerechtigkeit strebt und für alle Menschen offen ist - als einen Monotheisten, der das alles ablehnt und Gott dadurch lästert, dass er Menschen verachtet, hasst oder gar den Tod wünscht. Gott richtet danach, ob einer gerecht war oder ungerecht. Nichts anderes! Das Unrecht ist Sünde! Wenn euch der Glaube nicht dahin führt, Gerechtigkeit und Mitmenschlichkeit zu entwickeln, dann ist euer Glaube sinnlos.
"11Wer Böses tut, der tue weiterhin Böses, und wer unrein ist, der sei weiterhin unrein; aber wer gerecht ist, der übe weiterhin Gerechtigkeit, und wer heilig ist, der sei weiterhin heilig. 12Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, einem jeden zu geben, wie seine Werke sind."
Es ist kein Ansehen der Person. Jeder wird so gerichtet, wie seine Werke und sein Herz sind. Der Glaube ist weitgehend bedeutungslos.
Wenn aber mit der Todesstrafe auf Aposthasie sympathisiert, während er das Konvertieren zu seiner eigenen Religion nicht bestrafen will, ist das Ungerechtigkeit. DAS wird bestraft werden. Jesus sagte:

"12Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten."
Das sind das Gesetz und die Propheten Das ist die enge Pforte, durch die der Weg in den Himmel geht. Wer das verleugnet, verleugnet alle Propheten und den Willen Gottes. Die Todesstrafe auf Aposthasie, die Verfluchung von Ungläubigen, die minderen Rechte für Ungläubige usw. sind eine Verleugnung Gottes Willen.
"Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan? 23Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!"

Was ist wichtiger? Kein Schweinefleisch zu essen, oder Gerechtigkeit zu üben? Ist es wichtiger, richtig zu essen, oder den zentralen Willen Gottes zu tun? Jesus spricht kaum davon, dass man "richtig" glauben muss. Vielmehr redet er von Gerechtigkeit. "Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen."
Er ist sanftmütig und von Herzen demütig! Er sagt, man solle dies von ihm lernen. Ist das zu einfach? Sollen wir uns lieber mit Essensvorschriften plagen? Sanftmütigkeit und Demut sind vor Gott gut, der Glaube ist nichts Besonderes. Kain glaubte auch - und erschlug seinen Bruder, genau wie es leider zu viele Moslems mit ihren menschlichen Mitbrüdern aus Glaubensgründen machen. Kain wurde bestraft - obwohl er glaubte. Glaubt ihr, dass Moslems, die Kains Weg (zumindest in Gedanken) gehen, straflos bleiben werden?

Ich wünsche die Gnade Gottes für alle Menschen. Wir alle sind Sünder und tun im Herzen und mit der Hand zu viel der Ungerechtigkeit. Lasst uns demütig vor den HERRN treten und unsere Schuld bekennen, die wir vor ihm und vor uns haben. Er wird uns sicher annehmen und bessern. Nicht um unseretwillen, sondern allein um Seintwillen.
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Pe-Ro
Scheich


Anmeldungsdatum: 07.03.2006
Beiträge: 227

BeitragVerfasst am: 18.04 2006 17:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mathias,

du fühlst dich beleidigt und Unsicher und das wissen viele! hier in Forum.

du als Christ kennst die Bibel, und du weist.... das manche Christen auch kein Schwein essen z.b. die Kopten essen kein Schwein und Warum nicht?


auserdem: Sagt Dir die Name "Paulus" was????

Jesus selbst aß kein Schweinefleisch (Jesus war Jude) und die getreuen Jesus ebenfalls nicht. Das Schweinefleischverbot sowie die Beschneidung des Mannes, hob erst Paulus in Streitgesprächen, mit der Jerusalemer Urgemeinde, auf.

Wie kann Paulus, der kein Zeitzeuge Jesus war, Verbote aufheben, die Jesus selber nicht aufgehoben hat. Die Apostel, die mit Jesus waren, hielten sich alle an die Gebote des Alten Testamentes.

Paulus argumentierte: nicht was in den Mund hineingeht, ist schlecht, sondern was aus dem Munde herausgeht. Mit seiner Erklärung spricht er schon etwas Logisches an, das berechtigt ihn aber trotzdem nicht, Gottes Gebote nach seinen Verständnis auszulegen, und als Konsequenz seines Verstandes, Verbote aufzuheben, die selbst Jesus nicht aufhob. Wie kann den ein Anhänger Jesus besser sein, als der Meister....???


wenn dich Jemand fragt:
"Wer ist dein Vorbild?" du sagst natürlich; "Jesus...." Jesus aß aber kein schweinefleisch, also darfst DU! als Christ auch kein schweinfleisch essen, stimmt's oder habe ich recht? Wink

und warum essen manche Christen kein Schweinefleisch? genau deswegen: weil auch Jesus kein Schweinefleisch gegessen hat!

auserdem: was steht in Bibel: Altes Testament 3. Mose 11 Vers 4,7,8

Die äthiopischen Christen praktizieren die Beschneidung, und essen z.b. kein Schweinefleisch!


Mathias kein Mensch zwingt dich zu etwas...du fühlst dich einfach nur beleidigt und kannst es einfach nicht lassen, sondern versuchst dich mit irgend welche ausrede wie z.b.
"Aber ich sehe langsam ein, dass mich die Diskussionsweise mancher Moslems zu einem negativen Islam-Bild verführt"

nein, das stimmt nicht (ist meine meinung) und wenn jemand dir schreibt das Jesus nicht der Gott ist (Wahrheit) oder "Schweinefleisch ist auch für wahre Christen verboten" (Wahrheit).... dann kannst du es Akzeptieren oder nicht Akzeptieren! es ist keine Beleidigung sondern die Wahrheit!
du folgst noch nicht mal das erste Gebot:
Gott sagt:
Ich bin der Herr Dein Gott, du sollst keine anderen Götter haben neben mir!

du folgst noch nicht mal das was an Moses offenbart ist, wir Muslime (Gottergebener) schon!
allen Propheten, wurde das gleiche Offenbart:
"es gibt nur ein Got"
und Jesus wurde das gleiche Offenbart und das bestetigt auch deine Buch (Bibel)

Schweinefliesch ist Verboten und das ist die Wahrheit!

ist Gotesbotschaft für dich, das was Menschen dir schreiben oder das was an Propheten offenbart ist!

sagt dir was "Judas Evangelium"???? wenn nicht dann informiere dich!
in Bibel steht das Judas der Verräter Jesu war,...es stellte sich dann heraus, das Judas ein Freund Jesu war!

auf "National Geographic" Dokumenten-Kanal... wird berichtet, wer die Bibel Gefälscht hat.... sogar mit Namen die Jahrelang anonym waren! Jüdische namen sind auch dabei!
und kein Wunder das es so viele widersprüche gibt!

Bitte mach andere Muslime hier in Forum nicht schlecht weil du nicht erlich bist und Wahrheit nicht akzeptiern willst!

es ist deine eigene Glaube und keiner kann dir das weg nehmen, was du im Herzen hast!

wenn du aber Diskutieren willst, ohne den anderen Recht zu geben... weil DU! denkst das NUR! du Recht hast, dann Akzeptiert das kein Mensch... sei Er Christ, oder sei Er Muslim oder Jude....das wird keiner Akzeptieren!

Jeder seine Glaube und so ich meine Glaube

Friede sei auf uns allen!

Pe-Ro
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qest
Scheich


Anmeldungsdatum: 07.09.2005
Beiträge: 298
Wohnort: Bielefeld

BeitragVerfasst am: 19.04 2006 02:01    Titel: Antworten mit Zitat

Selam Pe-Ro

kannst du Namen nennen von denen die die Bibel gefälscht haben? -Habe das bei National Geographic noch garnicht gesehen/gehört.

Der Koran berichtet das Jesus das Evangelium offenbaren hat/wollte. Außerdem berichtet der Koran das nicht Jesus, sondern ein anderer gekreuzigt wurde, die Menschen hielten diesen Menschen für Jesus (Gott gab dem gekreuzigten das Aussehen von Jesus aber es war nicht Jesus, Jesus lebte weiter, Gott nahm ihm selbst das Leben)
Wer war es dann? War es wohl Judas? -Ich weiß es nicht.

Leider kennen wir die Geschichte nicht (komplett), vorallem wissen wir über Jesus sehr wenig denke ich, die Bibel ist für mich soetwas wie eine "christl.Hadith" Sammlung + mit dem Beitrag von Erzählungen im Laufe von 100Jahren nach Jesus.

Die Bibel ist aber nicht das Evangelium was Jesus offenbaren wollte, ich denke das Wahre Evangelium für die Wahren Christen existiert garnicht mehr. Schade eigentlich, denn das Wahre Evangelium ist eine Aussage der Wahrheit, genauso wie Jesus eine Aussage der Wahrheit ist.

Jesus, unser Prophet hatte wirklich sehr viele "Kräfte" bzw Gott hat ihm sehr vieles erlaubt/gewährt, er konnte als Neugeborenes Baby reden, Menschen die Blind waren wieder sehend machen, tote zum Leben erwecken,...
All dies konnte er weil Gott es ihm erlaubte, es war die Bestimmung von Jesus diese Sachen den Menschen zu zeigen, damit die Menschen an ihn glauben. Doch leider ist von der Wahrheit nur noch sehr wenig übrig.

Am Tag des Jüngsten Gerichts werden alle Propheten Zeugen sein vor Gott.

Friede sei mit euch
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Pe-Ro
Scheich


Anmeldungsdatum: 07.03.2006
Beiträge: 227

BeitragVerfasst am: 19.04 2006 17:04    Titel: Antworten mit Zitat

Selam qest,
Zitat:

kannst du Namen nennen von denen die die Bibel gefälscht haben? -Habe das bei National Geographic noch garnicht gesehen/gehört.


ledier nicht, habe es auch nicht aufgenohmen.... ;(

Zitat:
Der Koran berichtet das Jesus das Evangelium offenbaren hat/wollte. Außerdem berichtet der Koran das nicht Jesus, sondern ein anderer gekreuzigt wurde, die Menschen hielten diesen Menschen für Jesus (Gott gab dem gekreuzigten das Aussehen von Jesus aber es war nicht Jesus, Jesus lebte weiter, Gott nahm ihm selbst das Leben)
Wer war es dann? War es wohl Judas? -Ich weiß es nicht.



Viele die Koran Studiert haben und auch Religion Wissenschaftler... sagen; es war: "Simon von Kyrene" und andere sagen; es war nicht "Simon von Kyrene" sondern "Judas" und das war bevor "Judas Evangelium" gefunden wurde.
....und seit ich "Judas Evangelium" gesehen habe, glaube ich das Judas das war.

ich Glaube alles... was in Koran steht!
Sura 4:157
. und weil sie sagten: "Wir haben Gottes Gesandten, Jesus Christus, den Sohn Marias, getötet." Die Wahrheit ist, daß sie ihn weder getötet noch gekreuzigt haben, sondern es war ein anderer, den sie für Jesus hielten. Sie sind über ihn im Zweifel, und ihre Ansichten gehen auseinander. Sie wissen darüber nichts, sondern gehen ausgeklügelten Vermutungen nach. Sie haben ihn gewiß nicht getötet.

und seit ich Judas Evangelium Gesehen habe, dachte ich,
"jetzt konnen die Christen sicher sein, das die Bibel Gefälscht ist"
und bei Ende der Doku "Judas Evangelium" sagte ein Priester:


"nein die Bibel bleibt so, und wir werden Die Bibel nicht endern!"
"die heutige Bibel ist für uns Christen, gut genug!!!"

Gut genug,,,, ich weiß auch warum der das sagte.

was wäre mit Kirchen?
was wäre mit gläubige Christen... die jahrelang geglaubt haben Judas ist Jesus verräter?

ich weiß das Christen gut wissen, das Bibel gefälscht ist und ich weiß das es Beweise gibt! und Christen haben es auch selbst bewiesen;
"Bibel ist Gefälscht"
es ist Klar, Jesus ist nicht Gekreuzigt und was Christen sagen;
"Jesus ist für uns gestorben"
das stimmt auch nicht!

interessant ist auch das in Gefundene schrift "Judas evangelium" steht das Jesus (in andere Körper)
als Kind erschienen ist!

Der Priester und eine Christin sagten aber:
"nein, Jesus benahm sich nur so....wie ein Kind"

und in Koran steht:
Sura 4:157
. und weil sie sagten: "Wir haben Gottes Gesandten, Jesus Christus, den Sohn Marias, getötet." Die Wahrheit ist, daß sie ihn weder getötet noch gekreuzigt haben, sondern es war ein anderer, den sie für Jesus hielten. Sie sind über ihn im Zweifel, und ihre Ansichten gehen auseinander. Sie wissen darüber nichts, sondern gehen ausgeklügelten Vermutungen nach. Sie haben ihn gewiß nicht getötet.

Friede sei auf uns allen!

Pe-Ro
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qest
Scheich


Anmeldungsdatum: 07.09.2005
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Wohnort: Bielefeld

BeitragVerfasst am: 20.04 2006 08:55    Titel: Antworten mit Zitat

Leider ist es so das wir in einer Heidnischen Gesellschaft leben. An 3 Tagen am Tag werden aus Heiden plötzlich "Christen", ich sage mal möchtegern Christen. So ist es, viele der Menschen die hier leben sagen es ja selber "Ich glaube an garnichts".

Wahre Christen sind leider ausgestorben, wahre Christen gab es zu Zeiten wo Jesus gelebt hat, die Christen hat Jesus auch gerettet, jedenfalls die die ihm geglaubt haben.

Leider sehe ich diesen Verfall auch beim Islam, die "moderne" Welt holt viele ein, siehe die Scheichs, sie feiern in saus und braus, und ein Land weiter sterben täglich Frauen und Kinder.


Gott weiß was Er tut, Er zeigt uns Schwarz und Weiß, damit wir den Unterschied sehen und erkennen was gut und was schlecht für den Gläubigen ist.

Perfekt ist kein Mensch, nicht einmal die Propheten waren Perfekt.

Jesus soll gesagt haben: "Wer frei von Sünde ist soll den ersten Stein werfen."
-Wäre er selbst frei von Sünde, so hätte er den Stein geworfen, doch er hat es nicht.
-Ein Beweis das Jesus ein Gesandter war, ein ganz normaler Mensch, und nicht wie die Heiden sagen: "Jesus ist Gott/Gottessohn."

Gott allein ist Perfekt und sonst nichts und niemand.
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Kizka
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Anmeldungsdatum: 04.02.2006
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BeitragVerfasst am: 20.04 2006 23:08    Titel: Antworten mit Zitat

ich wollte noch sagen, vor kurzem hatten wir sowas ähnliches in der schule
und da gibt es eine stelle im NT ( ich weiß leider nicht mehr wo) da gehts um einen Mann, der betete auf dem dach seines hauses. da hat er auf einmal eine vision. gott (oder ein engel) bringt ihm ein tuch voller speisen, die als unrein galten (auch schwein, denke ich) und der mann sagte: das kann ich nicht essen, das ist unrein
und gott sagt: erkläre nichts für unrein, das ich für rein erklärt habe. das heißt, das gesetz ist aufgehoben, wir dürfen schweinefleisch essen.
_________________
Ich bezeuge allen, die da hören die Worte der Weissagung in diesem Buch: Wenn jemand etwas hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, die in diesem Buch geschrieben stehen. Und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird Gott ihm seinen Anteil wegnehmen am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt, von denen in diesem Buch geschrieben steht.
(Offenbarung 22,18-19)

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qest
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BeitragVerfasst am: 21.04 2006 05:34    Titel: Antworten mit Zitat

Selam Kizka,

jeder soll an das Glauben an was er will, im Islam gibt es Religionsfreiheit.

Das NT ist ein Buch was geschrieben wurde durch Erzählungen, die heutige Bibel wurde 100 Jahre nach dem Tode von Jesus geschrieben, wie richtig ist die Bibel?!?!
In der Bibel gibt es auch Stellen wo klar steht das Schwein verboten ist, jetzt sagst du das es erlaubt ist, etwas komisch oder meinst du nicht, widersprüchlich das was Menschen im NT alles geschrieben haben!!!

Im Koran wird offenbart das Schweinefleisch eine Sünde ist, man soll es nur essen wenn man am verhungern ist, ansonsten ist es Sünde. Gott hat es uns allen sehr einfach gemacht!

Der Koran ist aktueller als das NT, außerdem bestätigt der Koran die Bücher Gottes die vor dem Koran schon durch Gott und seine Proheten gesandt wurden, die gläubigen Juden essen ebenfalls kein Schwein (ebenfalls verboten).

Der Mensch ist leider so ein Wesen, du kannst ihm tausend mal sagen was richtig und was falsch ist, er wird immer etwas zu meckern haben!
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BeitragVerfasst am: 21.04 2006 17:35    Titel: Antworten mit Zitat

Wie das NT entstand
Herzstück der modernen Christenheit ist das Neue Testament, eine Sammlung von Texten, Briefen und Sprüchesammlungen, die die Leidensgeschichte Jesu beschreiben.
Die ersten Christen waren noch dem jüdischen Denken verhaftet und lasen hauptsächlich das Alte Testament. Immer mehr tauschten sie Briefe, Sprüchesammlungen und Evangelien untereinander aus, die in den Gemeinden vorgelesen wurden. Aber nach und nach wurde der Ruf nach einem eigenen Lehrbuch, nach einem neuen Wort Gottes, immer lauter.

Die erste Frage stellt sich also wie folgt: Wie kann ein von Menschen (willkürlich) zusammengestelltes Testament als Gottes Wort gelten?

Marcion aus Pontus stellte im Jahr 144 nach Christus seinen Glaubens- genossen seine persönliche Version einer Bibel vor. Er ignorierte das gesamte Alte Testament und die meisten der unter den damaligen Christen kursierenden heiligen Schriften. Übrig blieben ein sehr verkürztes und verändertes Lukasevangelium und zehn ebenfalls redigierte Paulusbriefe. Aber die Theologen waren über diese Bibelfassung wenig erfreut und schlossen Marcion verärgert aus der Kirche aus.

Ende des 2. Jahrhunderts begann man immer mehr, angeführt von Bischof Theophilus von Antiochien, von der Heiligkeit der Evangelien und der Paulusbriefe zu sprechen. Der Druck, ein Buch zu haben, um die Kirche überhaupt konstituieren zu können, wuchs weiter.

Erst Ende des 4. Jahrhunderts wurde nach mehreren Synoden in Rom und Karthago jener Kanon des Neuen Testaments bestimmt, den wir mehr oder weniger noch heute kennen.

Bischof Papias von Hierapolis (70-130) in Phrygien hielt um das Jahr 110 nicht einmal die uns heute bekannten Evangelien für heilig genug, während Kirchenvater Justin lieber das Alte Testament zur Erbauung bemühte. Kirchenvater Irenäus (130-200) und Clemens Alexandrinus (†215) stellten ebenfalls Bibelversionen zusammen, die aber unter heftigen Diskussionen immer wieder verworfen, ergänzt und verändert wurden.
Um das Jahr 170 stellte der syrische Apologet Titian aus den vier Evangelien ein einziges zusammen und nannte es Evangelienharmonie ("Diatessaron").

Noch immer war man offen für Ergänzungen aus nichtkanonischen Überlieferungen. Später schrieb auch Bischof Theophilus von Antiochien eine Evangelienharmonie, konnte sich aber damit nicht durchsetzen. Trotz dieses ewigen Hin und Hers erklärt die päpstliche Bibelkommission noch heute, jedes Wort der Bibel sei unfehlbar.

Im Jahr 367 wies der Kirchenvater Athanasius (295-373), Bischof von Alexandria, in einem Brief darauf hin, dass die 27 Bücher des Kanons nun endgültig feststünden. Er nannte sie "Quellen des Heils, auf dass sich der Dürstende an ihnen mehr als genug erlabe." Die Synode von Laodicea machte die Auswahl der Bücher schließlich offiziell und das Neue Testament war mehr oder weniger geboren.

Nirgendwo auf der Welt ist übrigens das Original eines biblischen Evangeliums erhalten. Es gibt nur Abschriften von Abschriften von Abschriften. Die beiden ältesten Kopien des Neuen Testaments stammen aus dem 4. Jahrhundert. Eine liegt im Vatikan, die andere im Britischen Museum in London. Im Letzten sind sogar noch apokryphe Texte enthalten, welche die Kirche heute als gefälscht oder unsinnig betrachtet.

So viel zum Thema glaubwürdigkeit des Neuen Testaments...

und dennoch liebe ich die Bibel! weil sie zweifellos Beispiele von Jesus beinhalten!
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Kizka
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Anmeldungsdatum: 04.02.2006
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 24.04 2006 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

ich denke auch, dass die bibel nicht überall richtig ist. ich bin ein gläubiger mensch, aber ich gehe die 'sache' nicht mit blauen augen an, wie ich denke, dass es die moslems eventuell tun ( das mit der wortwörtlichen eingebung gottes an mohammed usw..) ich weiß, dass menschen die bibel geschrieben haben, mit den besten absichten natürlich. aber sie konnten nicht, genau wie wir es nicht können, gottes wille, den heiligen geist usw mit ihren kleinen gehirnen verstehen. denn wenn sie gott verstehen, ihn erklären können, setzen sie ihn herab, dann ist er kein gott mehr. deswegen ist die sache mit den glauben ja so verzwickt. jeder meint, das richtige zu wissen.
deswegen versuch ich hier ein bisschen meine persönliche rangehensweise an die bibel und an den glauben zu erläutern.
ich versuche immer, die historische entwicklung der bibel im hinterkopf zu behalten. ich weiß, dass sie von menschen geschrieben worden ist. deswegen sag ich mal klar heraus: die bibel ist nicht unfehlbar! das mag natürlich viele christen aufregen,die sagen, dass das gottes heiliges wort ist, die jedes einzelne wort dogmatisieren wollen, aber ich muss sagen: es ist ja nicht schlimm, dass ich die bibel nicht für unfehlbar und 'heilig' in dem sinne, wie es die christen ansehen sehe. denn wir dürfen nicht vergessen: wir beten gott an, nicht die bibel! ich lese die bibel und finde darin immer wieder tipps für mein leben. ich denke mir, auch wenn die bibel vllt die historischen tatsachen nicht richtig widergibt, so ist doch die kernaussage zu verstehen. ich selber bin protestantisch und sehe es auch als 'richtig' an, wenn man hier überhaupt dieses wort benutzen kann. ich sehe es in dem fall als 'richtig' an, weil ich eben nicht daran glaube, durch irgendwelche guten taten in den himmel zu kommen (jedenfalls nicht, wenn ich die guten taten mit dem hintergedanken tue, dass ich dann in den himmel komme) sondern eben durch gottes gnade. dieses gedankengut hat uns ja die reformation gebracht. außerdem nehme ich jesus als meinen eretter an, der für mich am kreuz gestorben ist und mich von allen sünden befreit hat. das ist für mich neben gottes- und nächstenliebe das wichtigste in der ganzen bibel. ich teile nicht die meinung der baptistischen kirche, dass das drumherum trotzdem eingehalten werden muss. ( wie eben zB bestimmte fleischsorten nicht zu essen, oder zB dass frauen im gottesdienst schleier tragen müssen) hier sehe ich einfach den historischen hintergrund. die meisten dieser gesetze stehen nämlich in briefen des paulus oder des petrus. sie wurden geschrieben um das verständnis zwischen heidenchristen und judenchristen zu bessern. ich denke einfach, schon allein aus logischer sicht, dass dies nicht mehr auf uns zutrifft, auch wenn es in der bibel steht. ich meine natürlich, ok: du kannst auch auf schweinefleisch verzichten und ein kopftuch tragen, aber es macht dich nicht zu einem besseren gläubigen und bringt dich nicht näher zum himmel, als es alle anderen menschen auch sind. natürlich wäre es einfacher, irgendwelche regeln einzuhalten um so zu versuchen, in den himmel zu kommen. es ist einfacher, als anzunehmen, dass man völlig der gnade gottes ausgeliefert ist ohne dass man da viel dran drehen kann. deswegen würde ich sagen, ohne es von oben herab zu meinen, dass der muslimische glaube so 'einfach' ist. er besteht aus sehr vielen regeln. und er muslimische glauben ist zu einer zeit entstanden, in der,wenn mich mein wissen nicht täuscht, gewisse gesetze, regeln gebraucht wurden. und er ist einfach erhalten geblieben. nun ja, vllt nehme ich durch meine sichtweise des glaubens der ganzen religiösität ihren glanz und das geheimnisvolle, aber für mich persönlich hat es auch nichts geheimnisvolles. ich 'weiß', ich habe gewissheit, dass ich einfach zu gott beten muss, jesus als meinen retter annehmen muss, und schon sind mir meine sünden verziehen. und ich bin dann sozusagen gott nicht mehr 'ausgeliefert', denn ich weiß ja, dass er vergibt und verzeiht. seine gnade ist uns ja gewiss, wenn wir es ernst mit ihm meinen. und durch unsere hingabe zu gott kommen die 'guten taten' ja automatisch. nicht, weil ich angst habe, sonst in die hölle zu kommen, sondern einfach nur,weil ich nicht anders kann, als anderen menschen etwas gutes zu tun und ihnen dadurch vllt gott näher bringen zu können und somit an seinem reich weiterzubauen. und ein wirklich gläubiger mensch fühlt sich selbst nicht in der lage, irgendetwas schlechtes zu tun. er hat ja seinen verstand, er weiß was richtig ist. er weiß, dass man nicht mordet ( außer, er wird irgendeiner gehirnwäsche unterzogen), nicht stiehlt, keinen ehebruch begeht usw. und er versucht so gut es eben geht, das einzuhalten. und alles drumherum, diese kleinigkeiten, die kleinen gesetze, die von menschen aufgestellt wurden, verlieren in diesem größenverhältnis ihre bedeutung.
das ist zumindest meine vorstellung von gott und glauben. und deswegen esse ich auch ohne schlechtes gewissen schweinefleisch Smile
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BeitragVerfasst am: 24.04 2006 22:09    Titel: Antworten mit Zitat

Schweinefleisch und Gesundheit
Ein allgemeinverständlicher Vortrag von
Dr. med. Hans Heinrich Reckeweg

(Auszug)

vollständig zu lesen unter: klick

Seit vielen Jahren bin ich gebeten worden, eine allgemeinverständliche Abhandlung über die Schädlichkeit des Schweinefleisches, d. h. über die Sutoxine, die im Schweinefleisch enthaltenen Gift- und Belastngsfaktoren, zu schreiben. Ich habe häufig den Ansatz dazu gemacht, bin aber immer wieder von der Fülle des Materials (aus Zeitnot) zurückgewichen und habe mich vielfach auch nicht getraut, diese im westlichen Europa meist gänzlich unbekannten Probleme auch für Laien darzustellen, zumal wirtschaftlich gesteuerte Propaganda entgegensteht.

Auch konnte ich in dieser Veröffentlichung zahlreiche Gesichtspunkte nicht oder nur kurz erwähnen. Trotzdem möchte ich diesen kleinen Aufsatz zur Verfügung stellen, um eine Möglichkeit aufzuzeigen, wie sich jedermann durch Fortlassen von toxischen Faktoren in der Ernährung seine Gesundheit erhalten und durch Beachtung des Verbotes (z. B. auch bei biologischen Kuren) wiedergewinnen kann. Dieses ist - ohne Rückfälle - in vielen Fällen nähmlich nur möglich mit der Einhaltung eines strengen Schweinefleischverbotes.

Erwähnt werden müssen die Gründer von großen Kulturen, welche auch die abendländische Kultur grundlegend beeinflußt haben, so Moses und die Propheten undM o h a m e d. Sie haben die Gebote der Natur erkannt und darauf ihre Gesetze gegründet.

Jahwe (Jehowa), der Gott der Juden, ist identisch mit den Naturgesetzen, gegen die man nicht verstoßen darf. Mit biologischer Sicherheit folgt sonst die Krankheit als Strafe."

Besonders gefährlich wirkt sich der Schweinefleischgenuß in tropischen Gegenden aus, was sich u.a. auch zu erkennen gibt in Gegenden Afrikas, die bei der gleichen Klima einerseits islamisch und in dem nahe daneben liegenden Gebiet von westlicher Zivilisation beherrscht sind. Die nach den Gesetzen des Islam lebende Bevölkerung ist gesund, während die nach westlichen zivilisatorischen Prinzipien lebende Bevölkerung alle typischen, durch Schweinefleischgenuß bedingten Zivilisationskrankheiten aufweist.

Dies gilt auch für verschiedene Stämme der im Himalaya-Gebiet wohnenden Hunsa (B i r c h e r). Die islamisch, schweinefleischfrei lebenden Stämme sind gesund und arbeiten bis ins höchste Alter als Träger für die zahlreichen Expeditionen, während die auf der anderen Seite des Tales lebenden, die Verhaltens- und Essensregeln des Islam nicht beachtenden Hundsastämme von den üblichen Krankheiten geplagt werden.

Es wäre daher ganz unmöglich, diesen Vortrag etwa in Saudi-Arabien, in Kairo, Pakistan, Algier, Tunis, Lybien oder in sonst irgendeinem anderen Staat anzubieten, in welchem der Islam die herrschende Religion ist. Man würde mir mit Recht entgegnen, daß man das, was ich zu sagen hätte, bereits seit vielen tausend Jahren wisse und beachte. Es sei so aktuell wie eh und je, und man würde nicht von diesen Prinzipien abweichen.

Es ist bekannt, daß nicht nur den Juden, sondern besondern auch den Muslimen jeglicher Schweinefleischgenuß strengstens verboten ist. Nun wird immer wieder eingewendet, dies seien von den Priestern verordnete religiös-hygienische Maßnahmen, die sich auf den Trichinengehalt des Schweinefleisches beziehen würden. Dem ist aber nun keineswegs so.

Wirkungen des Schweinefleisches


Das geht allein schon aus einem unfreiwilligen Großexperiment hervor, von welchem authentisch von mehreren Arztkollegen als Teilnehmern berichtet wurde.

Während des zweiten Weltkrieges erkrankten im Nordafrika-Feldzug unter Generalfeldmarschall Rommel zunehmend die deutschen Soldaten an den sog.?tropischen Ulzera?, d.h. an Geschwüren der Unterschenkel, welche kampfunfähig machten und einen längeren Lazarettaufenthalt sowie evtl. die Verbringung in die gemäßigten Zonen erforderten. Nachdem alle möglichern Behandlungsmethoden, Chemotherapie usw.ohne jeglichen Erfolg geblieben waren, kam man auf die Idee, daß das Auftreten der Beingeschwüre mit der Ernährung zusammenhängen könnte, weil nämlich die Ureinwohner keineswegs unter diesen Krankheitserscheinungen litten. Man stellte also die Heeresverpflegung auf die bei der islamischen Urbevölkerung übliche schweinefleischfreie Kost um, womit das gesamte Problem der tropischen Geschwüre schlagartig erledigt war.

Daß Schweinefleisch belastend wirkt und gewissermaßen giftige Wirkungen entfaltet, war mir bereits vor dem Kriege bekannt. Ich nahm damals an, daß dieses wohl nur für die frischen Schweinefleischzubereitungen wie Schlachtplatten, Schweinebraten, Eisbein, Ripple, Schweinekotelett usw. Geltung habe, nicht - aber für die gepökelten (Schinken, Speck usw.) und nicht für die zu Wurst verarbeiteten geräucherten Schweinefleischprodukte.

Dieser Irrtum kam deshalb zustande, weil der Genuß von Schweinefleischprodukten aus frischer Schlachtung akute Erkrankungen hervorzurufen pflegt wie Bliddarmentzündung, Gallenblasenentzündung und Gallenkoliken, akute Darmkatarrhe, Gastroenteritis mit typhösen und paratyphoiden Krankheitsbildern, auch akute Ekzeme, Furunkel, Schweißdrüsenabszesse und andere.

Demgegenüber konnte ich seinerzeit nach Genuß von schweinefleischhaltiger Dauerwurst (auch Salami, die ebenfalls Speckstückchen als Fettanteil enthält), anscheinend keine derartigen Krankheitserscheinungen beobachten.

Ich wurde dann aber durch das ebenfalls unfreiwillige Experiment einer völligen Umstellung der Ernährung des gesamten deutschen Volkes belehrt, welches durch die Hungerjahre nach dem Kriege und durch die dann folgende Währungsreform 1948 bedingt war.

Während der mageren Jahre während des Krieges und besonders nach dem Kriege, die mit der Währungsreform ihren Abschluß fanden, war das deutsche Volk praktisch gesund. Die wenigsten konnten sich satt essen. Schweinefleisch gab es praktisch überhaupt nicht, Fleisch sonstiger Herkunft nur in geringsten Portionen. Wenig Fett wurde verteilt, kaum Zucker, dagegen konnten Brot und andere Teigwaren in meist ausreichenden Mengen beschafft werden, zumal wenn diese durch Kartoffeln und Rüben sowie Frischgemüse ergänzt wurden.

Damals gab es praktisch keine Blinddarmentzündung, keine Gallenblasenerkrankungen, höchstens mit Ausnahme bei jenen, die ein Schwein ?schwarz geschlachtet" hatten, was allerdings sehr selten vorkam. Auch Rheuma, Bandscheibenleiden und ähnliche Erkrankungen, ferner Herzinfarkt sowie Verkalkung und Bluthochdruck waren fast unbekannt geworden.

Jedoch bald nach der 1948 erfolgten Währungsumstellung, als Schweinefleisch, Schinken und besonders auch Speck fast unmittelbar wieder zur Verfügung standen, änderte sich das Bild grundlegend. Blinddarmentzündungen, Gallenblasenerkrankungen, akute Hauteiterungen wie Pyodermien, Impetigo, Furunkulosen und Schweißdrüsenabszesse waren wieder an der Tagesordnung, nach deren Behandlung mit chemischen Mitteln, mit Sulfonamidsalben usw. dann auch bald chronische Pilzflechten und verschiedenartigste Nebenwirkungen bemerkbar wurden.

Besonders erschreckend aber war damals die Zunahme der Krebserkrankungen. Zahlreiche Patienten im Alter von 60 bis 70 Jahren, die bisher beschwerdefrei gelebt hatten, erkrankten plötzlich an Magenbeschwerden, deren Ursache sich dann als Krebserkrankung an der Speiseröhre, an Magen und Darm herausstellte. Der Verlauf dieser Fälle war so instruktiv und biologisch bedeutsam bzw. kausal begründet, daß ich daraus wichtige Hinweise auf den Ursprung aller Krankheiten als giftbedingt entnehmen mußte.

Im Laufe der Jahre und mit zunehmender Erfahrung stellte sich dann heraus, daß viele andere Erkrankungen wie Arthritis und Arthrosen ebenfalls in großem Umfang schweinefleichbedingt waren, daß aber auch sonstige Spezialerkrankungen wie Weißfluß der Frauen, chronische Fisteleiterungen, nicht nur solche nach Ohroperationen, z. B. nach vorhergegangener Mittelohrentzündung, sondern auch Fisteleiterungen nach im Kriege erlittenen Schußbrüchen, durch Schweinefleischgenuß unterhalten wurden und dadurch wesentlich in der Heilung verzögert wurden oder überhaupt nicht zur Heilung kamen bzw. nur, wenn eine biologische, speziell eine homöopathische Kur bei strengem Verbot jeglicher Art von Schweinefleisch (auch Wurst, Schinken usw.) zur Durchführung kam.

Aufgrund meiner ersten Beabachtung erschien mir zunächst das ganze Problem allerdings äußerst fragwürdig, und ich mußte mich immer wieder prüfen ob derartige Beobachtungen nicht etwa auf Einseitigkeit der Betrachtung, auf Voreingenomnenheit oder sonstigen Irrtümern beruhen könnten.



Fütterungsversuche

Ich entschloß mich also, noch strengere Maßstäbe anzulegen als bisher schon üblich, und Fütterungversuche mit Versuchstieren zu machen. Ich besorgte mir als Mäusekäfige 30 breite und hohe Einmachgläser, die es nach der Währungsreform ja plötzlich wieder in Hülle und Fülle gab, kaufte einen Stamm weißer Mäuse und machte mit verschiedenen Gruppen Fütterungsversuche.

Das Ergebnis habe ich 1955 in meinem Buch (Homotoxine und Homotoxikosen, Grundlage einer Synthese der Medizin, Aurelia-Verlag, Baden-3aden)beschrieben.

Die mit Schweinefleisch ernährten Mäuse neigten extrem zu Kannibalismus. Mit zumehmendem Alter, nach einigen Monaten bzw. nach etwa einem Jahr trat in größerem Umfang Krebs an verschiedenen Körperstellen auf. Auch Hautkrankheiten waren verschiedenlich festzustellen, demgegenüber die mit normaler Kost ernährten Mäuse zwar auch Erkrankungen zeigten, jedoch von Krebs und schweren, tödlichen Erkrankungen weniger befallen waren, praktisch auch keinen Kanibalismus zeigten.

Da mir nun von verschiedenen Seiten auch über sonstige toxische Wirkungen des Schweinefleisches bei Tieren berichtet wurde, ergaben sich rasch weitere Hinweise auf verschiedene toxische Wirkungen von Schweinefleisch.

So erfuhr ich, daß Boxer-Hunde unter keinen Umständen Schweinefleisch erhalten dürfen, weil sie dann bald an Räude und juckenden Hautkrankheit n sowie an evtl. bösartigen inneren Leiden erkranken sollen

Dasselbe wurde dann auch von Zirkustieren, insbesondere von Löwen und Tigern berichtet, die unter keinen Umständen Schweinefleisch erhalten dürfen, weil sie dann träge und zu fett werden, außerdem - wahrscheinlich durch Blutdruckerhöhung - Nasenbluten bekommen und evtl. daran zugrunde gehen.

Der Besitzer einer Forellenzucht machte mich darauf aufmerksam, daß man die gesamte Zucht durch Darreichung von zerkleinertem Schweinefleisch vernichten kann, da alle Forellen dann innerhalb von Tagen verenden.



Homotoxikologie des Schweinefleisches


In meiner 1948 bald wieder mit den verschiedensten akuten und chronischen Krankheitsfällen gefüllten Praxis konnte ich nun merkwürdige Beobachtungen machen, die ich im Sinne der aufgrund zahlreicher, auch sonstiger Beobachtungen entwickelten Homotoxikologie auswerten konnte.

Hierbei stellte sich heraus, daß Schweinefleisch als ein bedeutsames Homotoxin (Menschengift) anzusehen ist, welches im Körper zu Abwehrerscheinungen führt, die als verschiedenste Krankheiten in Erscheinung treten.

Auch aus den bereits in der Literatur vorliegenden Ergebnissen, wenn diese unter dem Gesichtspunkt der Homotoxikologie durchgesehen werden, ging hervor, daß zahlreiche Bestandteile des Schweinefleisches als Homotoxine, als Belastungsfaktoren wirken, so daß für diese die Bezeichnung ?Sutoxine" gerechtfertigt erscheint.

Es stellte sich nämlich heraus, daß das sog. exogene (d. h. das von außen zugeführte) tierische Fett im Körper als solches gelagert wird, daß z. B. ein Hund, den man mit Hammelfett ernährt, in seinen Fettdepots dann chemisch nachzuweisendes Hammelfett enthält, was aus den chemischen Reaktionen des Unterhautfettes, der Jodzahl usw. ersichtlich wird.

Ferner wird das Blut mit derartigen Fettanteilen überschwemmt. Es bilden sich Großmoleküle(sog. ?Cenapse" nach Macheboeuf), die in der Ultrazentrifuge nach ihrer verschiedenen Schwebegeschwindigkeit (nach ?Svedberg-Einheiten") gemessen werden und für die Entwicklung der Arteriosklerose sowie für hohen Blutdruck, Blutüberfüllung, schlechte Durchblutung des Bindegewebes allgemein, besonders auch wichtige Drüsen und für Verengung und Verkalkung der Herzkranzgefaße mitverantwortlich sind.

Später stellte sich heraus, daß eine derartige, fettreiche Ernährung das Bindegewebe schwerstens belastet.

Prof. H a u s s (Münster) berichtet in seinem Buch über ?Die unspezifische Mesenchymreaktion" ausführlich, daß diese Belastungen durch fettreiche Ernährung, wobei besonders Schweine-Speck maßgeblich verantwortlich ist, zusätzlich durch sonstige Belastungen mit Stress, zu schweren, evtl. tödlichen Verlaufsformen führen können.

Prof. Wendt (Frankfurt) führt de Arteriosklerose, den Diabetes und Durchblutungsstörungen prakisch ausschließlich auf die sog. ?Eiweitmast" zurück, wofür die Mukopolysaccharide, also speziell die schleimigen Bindegewebsbestandteile des Schweines angeschuldig werden, die er selbst allerdings nicht als vom Schwein stammend erwähnt.

Allgemeine und ärztliche Information


Aber alle irgendwie denkenden und die Presse-Enformationen mit Vernunft lesenden Mitmenschen machen sich sowieso - auch bevor es zu spät ist - ein Bild über die tatsächlichen Gefahren des Schweinefleisches, glauben allerdings oft, daß »wenig ja nicht schaden könne". Dieses ist allerdings ein Irrtum. Wenn man längere Wochen und Monate streng schweinefleischfrei gelebt hat, so wirkt der Genuß selbst kleinster Mengen evtl. geradezu ?wie ein Gift", das sich an allen Schwächepunkten (Loci minoris resistentiae) bemerkbar macht (wie es mir vor langen Jahren einmal erging).

Da der Student und später auch der Arzt weder während seines Studiums auf den Universitäten noch während seiner späteren klinischen Tätigkeit in Krankenhäusern auch nur das Geringste über Belastungsfaktoren des Schweinefleisches zu hören bekommt, höchstens über den unvergleichlich hohen (und z. B. in den Nachkriegsjahren scheinbar zu erstrebenden) Kaloriengehalt, sind auch viele Ärzte für die Information zu diesem Diätproblem keineswegs kompetent. Auch wer nicht die Homotoxikologie erarbeitet hat und die feinen Differenzierungen des Phasenwechsels kennt, die nach Schweinefleischgenuß beobachtet werden und sie nicht zu registrieren weiß (z. B. Abszeßbildung nach Frischzellenimplantation bei Genuß von Schweinefleisch, Speck, Schinken, Wurst usw.), wird sich über die tatsächliche biologische Bedeutung und die Gefahren des Schweinefleischgenusses vielleicht erst später am eigenen Leibe bewußt werden, aber auch nur dann, wenn ihm diese, durch die Homotoxikologie erkannten Zusammenhänge verschiedener Krankheiten untereinander irgendwie bereits nahegebracht sind.

Ich muß hier daher kurz noch über die Geschichte eines prominenten Kollegen berichten, der mit dem Problem der Schädlichkeit des Schweinefleisches durch meine Vorträge bestens informiert war. trotzdem aber offensichtlich einer gewissen Schweinefleisch-Eßlust im Sinne einer Sucht frönte.

Anläßlich eines Kongresses zog er es trotz meines Widerspruches vor, die von ihm bestellten sauren Schweinenieren zu verspeisen. Lächelnd und ironisch setzte er sich über meine Argumente hinweg - obwohl ich ihm einen kurz zuvor erlebten Fall von paraproktitischem Abszeß mit nachfolgender Mastdarmfistel geschildert hatte, der

ganz offensichtlich mit dem nach der Währungsreform wieder allgemein erfolgenden Schinkengenuß im Zusam menhang stand.

Etwa 1 Jahr später hörte ich von einem anderen Kollegen, daß der besagte prominente Kollege inzwischen am Mastdarmabszeß mit Fistelbildung erkrankt sei und - seiner derzeitigen eigenen Ironie meiner Auffassung gegenüber - sich geäußert hatte:

Ob der Reckeweg doch Recht hat'?



Konsequenzen und Ratschläge
Ich selbst habe nun durchaus keine neue Theorie betreffs der Schädlichkeit des Schweinefleischgenusses aufgestellt. Ich bin auf Moses und Mohammed so nebenher gestoßen und habe aufgrund seltsamer Beobachtungen in der eigenen Familie und an mir selbst sowie an Zahlreichen, damals wieder zunehmend durch Schweinefleisch-bedingte Krankheiten zu mir kommenden Patienten erfahren müssen, daß hier Zusammenhänge bestehen und daß die religiösen Vorschriften des Islam und des Judentums ihre absolute Berechtigung haben - auch ohne die Gefahr der Trichinose, an der übrigens auch Bären, Ratten, Mäuse, Hunde, Wölfe und andere Tiere leiden körnen, ohne daß deren Fleisch generell zu verbieten wäre - und daß die Belastungsfaktoren des Schweinefleisches auf anderer Ebene liegen wie dargestellt.

Glücklicherweise gibt es in allen Städten qualifizierte Restaurants mit sauberer (hier gedacht: ohne Beimengung unerwünschter Schweinefleischanteile) Küche, wo natürlich gekocht wird und nicht etwa auch noch Käsegerichte mit Schinken verdorben werden. Die Inhaber derartiger Etablissements merken es dann sonst schon bald an ihren Geldbeutel - und das ist offensichtlich die empfindlichste Lehre - wenn Gäste deshalb ihr Lokal meiden, wei sie nach dem ?als besonders gut" empfohlenen Essen dann anschließend an Gallenkoliken, Blinddarmreizung, bei unausbleiblicher Gewichtszunahme dann an erhöhtem Blutdruck, Leberverfettung und anderen gefürchteten Leiden, insbesondere auch an Arthritis und Arthrosen erkranken.

Möge diese, besonders auch für die Information von Patienten und Laien geschriebene Abhandlung dazu beitragen, allen denen, die noch nicht die Gefahren des Schweinefleischgenusses erkannt haben, zu helfen, eine Ernährung ?Ohne Schweinefleisch" zur durchführung zu bringen, die im übrigen nicht etwa eintöniger, sondern ganz im Gegenteil vielseitiger, besser bekömmlich, nicht auf große Quantitäten ausgerichtet ist, sondern auf eine biologisch erforderliche, vielseitige, durchaus ausreichende und bekömmliche, nicht zu Aufschwemmung und Fettsucht führende Ernährungsform, deren positive Auswirkungen dann meist erst nach längeren Monaten, Wochen und Jahren voll in Erscheinung zu treten pflegen.

Leider aber läßt sich der biologische Umbau eines jahrzehntelangen mit Schweinefleisch gefütterten Organismus mittels richtiger Ernährung nicht in Wochen oder Monaten realisieren. Zumindest aber entfallen sofort die Schädigungen durch Schweinefleisch.

Als Fazit meiner Ausführungen habe ich daher meinen Patienten jeweils den strikten Rat gegeben:

Vermeiden Sie jeglichen Schweinefleischgenuß, auch in kleinsten Mengen. Wenn Sie einmal wochenlang streng schweinefleischfrei gelebt haben, wird Ihnen bei zufälligem Genuß (auch nur kleinster Mengen) sofort eine gesteigerte Abwehr des Organismus auffallen in Form von Juckreiz, Entzündungen oder Schmerzen an Schwächepunkten, Gallenbeschwerden (Koliken), Blinddarmreizung, rheumatischen Erscheinungen usw.. evtl. treten Entzündungen oder vorangehende Erscheinungen wie Müdigkeit, aber auch eine Verschlimmerung von Ekzemen, Juckreiz, Pilzflechten usw. auf. Hieraus wird auch die Giftnatur des Schweinefleisches deutlich.

Auf alle Fälle können Sie viel Unheil und Unglück in Ihrer Familie und für sich selbst ausschalten, wenn Sie sich streng an das Schweinefleischverbot halten und sich evtl. nur aus einer garantiert einwandfreien Bezugsquelle mit schweinefleischfreier Wurst oder

Metzgerwaren versorgen, welchen Sie unbedingt Vertrauen schenken können.

Nicht einwandfreie Ware erkennen Sie dann, wenn Sie die schweinefleischfreie Ernährung eingeführt haben, im übrigen sehr bald von selbst an den Folgen an Ihrem eigenen Körper.

Denken Sie stets daran, daß das gesamte Schwein aus minderwertigem aufgeschwemmtem Material, aus Fett, Schleim, Jauchestoffen, Entzündungsstoffen und aus gefährlichen Hormonen usw. besteht, wobei sich alles in dem menschlichen Darm rasch in Jauche zersetzt.



Wenn Sie daher jauchige Krankheiten verhüten wollen, essen Sie unter keinen Umständen Schweinefleisch in keiner Form. Hase und Kaninchen sind ebenfalls zu meiden.

Machen Sie selbst Ihre Erfahrungen und Beobachtungen und seien Sie kritisch sich selbst und allem Geschwätz gegenüber, wenn Ihnen Schweinefleisch-Süchtige Ihre eigene wahre Erkenntnis, die ich Ihnen vermitteln wollte, entreißen wollen.

Essen Sie und Ihre Familienmitglieder kein Schweinefleisch und behandeln Sie sich alle lediglich mit biologischen Therapeutika, mit Homöopathika und nach naturgemäßen Methoden, auch mit Umschlägen, Heilerdepackungen, Hydrotherapie usw., durch welche die nach evtl. unbeabsichtigtem Schweinefleischgenuß auftretenden Entzündungen im Sinne der Naturheilung beschleunigt und tatsächlich im Sinne der Entgiftung und Giftausscheidung rasch abgeheilt werden.

Gesundung ist nach der Homotoxinlehre Befreiung, d. h. Freiwerden von Giften und Giftschäden.

Gesundheit ist nach der Homotoxinlehre Freiheit, d. h. Freisein von Giften und Giftschäden.

Diese fundamentalen, naturgesetzlich erhärteten Erkenntnisse lassen die religiös im Judentum und im Islam fixierten Forderungen eines strengen Schweinefleischvcrbotes auch für die westliche zivilisierte Welt, nicht zuletzt auch im Sinne der Vermeidung riesiger Krankheitskosten und einer weiteren Kostenexplosion im Gesundheitswesen als geboten erscheinen.



Anschrift des Verfassers:

Dr. med. H.-H. Reckeweg, 7570 Baden-Baden
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